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SECUTAG
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15.10.06
Sprengtechnik
und Strafverfolgung
- Attentätern auf der Spur
Vom Gebrauch und Missbrauch von Sprengstoffen heute
Während die Sprengtechnik seit Nobels Erfindung kaum verändert wurde
und routinert eingesetzt wird, ist die Verfolgung von Bombenattentätern
noch immer ein Problem. Eine neue Technik soll es möglich machen, die
Spur von Attentätern zielsicher aufzunehmen. Heute besteht das
Dynamit gewöhnlich zu 50-70 Prozent aus Sprenggelatine,
die mit circa 25 Prozent Ammoniumnitrat und 2-5 Prozent Holzmehl zu einer plastischen
Masse verknetet ist. Bei Felssprengungen verwendet man zylindrische Dynamitpatronen,
die in die Bohrlöcher gesteckt werden. Trotz kleiner Veränderungen
ist die Vorgehensweise grundsätzlich bis heute die gleiche geblieben wie
zu Alfred Nobels Zeiten.
Klassiker Dynamit
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Ohne die Erfindung des Dynamits durch Alfred
Nobel würde
es eine Berufsgruppe in ihrer alltäglichen Arbeit ungleich viel schwerer
haben. Denn wenn veraltete Gebäude beseitigt werden müssen, dann
hilft neben anderen Sprengstoffen auch noch immer Dynamit. Sprengspezialisten
werden immer dann gerufen, wenn Wolkenkratzer, Brücken oder etwa Schornsteine
beseitigt werden müssen.
Oft stehen solche Bauten dicht an anderen Häusern. Ein unkontrollierter
Abriss hätte fatale Folgen für die Umgebung. Damit das nicht
passiert, studieren die verantwortlichen Sprengmeister sorgfältig
Pläne und Grundrisse. Anhand ihrer Auswertungen legen sie die Art
des Sprengstoffes und die zeitliche Reihenfolge der Sprengung fest. Außerdem
bestimmen sie die Einsturzrichtung, je nach umliegender Bebauung. |
Explosive Pakete
Nach der Planung beginnen die Vorbereitungen für die eigentliche Sprengung.
Der Sprengstoff wird an den tragenden Teilen des Bauwerks platziert. Dazu werden
Sprengstoff und Zünder ins Mauerwerk eingebracht. An jedem der explosiven
Pakete hängen so genannte Sprengschnüre. Die langen Plastikschläuche
sind ebenfalls mit kleinen Mengen Sprengstoff durchzogen. Sie münden alle
zusammen über das Startkabel in den Zündkasten. Ein Druck auf den roten Knopf des Kastens und das Bauwerk gehört der Vergangenheit
an. In Bruchteilen einer Sekunde entzünden sich die Ladungen in den Sprengschnüren.
Schneller als der Schall setzen sich die fortlaufenden Explosionen in den Plastikschläuchen
fort, bis sie die Zünder erreichen und zur Detonation der Sprengladung führen. Farbige Mikropartikel
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Eine neuartige
Entwicklung soll es zukünftig möglich machen, die Spur
von Bombenattentätern zielsicher aufzunehmen. Mikroskopisch kleine Melamine
Alkyd Polymere sollen sowohl Sprengstoffen wie auch deren Grundbestandteilen
beigemengt werden.
Die Partikel bestehen aus 0,005 bis 0,045 Millimeter kleinen Blöcken, die
aus bis zu 10 farbigen Schichten bestehen. Daraus lassen sich bis zu 4,3 Milliarden
unterschiedliche Farbcodes bilden, jeder von ihnen so individuell wie ein Fingerabdruck.
So werden eindeutige Rückschlüsse auf die Herkunft des Sprengstoffs
möglich. Die Mikropartikel überstehen Explosionen unbeschadet, können
also am Tatort sichergestellt werden. |
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Dieser Artikel entstammt dem Begleitbuch zur
Sendereihe. Es ist im ZDF-Shop und im Handel für 15 Euro erhältlich. Die
weiteren Themen des Buchs sind "Claude Dornier - Wettlauf der Giganten", "Thomas
Alva Edison - Der Stromkrieg", "Alva Crocker - Der Sieg über
den Höllenberg" und "Ferdinand de Lesspes - Der Durchbruch
bei Suez". |
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ZDF Film ansehen
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